Thermopapier findet man heute vornehmlich in Form von Kassenbons wieder. Es handelt sich meist um 57 oder 80 mm breite Endlosrollen, die von Kassendruckern beschriftet werden. Vorteilhaft ist, dass diese Drucker keine Druckertinte oder Toner benötigen. Der Druck erfolgt nahezu geräuschlos durch Hitzeeinwirkung. Woran man Thermopapier erkennt, soll der nachfolgende Ratgeber zeigen.
Was ist überhaupt Thermopapier?
Thermopapier wird für das Thermodruckverfahren benötigt. Es handelt sich um ein Spezialpapier mit einer sogenannten thermochromen Schicht. Diese besteht in aller Regel aus drei Komponenten:
- ph-sensitiver Leukofarbstoff
- Bisphenol A oder Gallussäureoctylester als Farbentwickler
- alophatische Alkohole, Amide, Estern oder Carbonsäuren
Ein Heizkamm als Druckkopf erzeugt in einem Thermodrucker die nötige Hitze, wobei die alophatischen Stoffe schmelzen. Hiernach reagieren der Leukofarbstoff und der Entwickler, sodass ein Schriftbild auf dem Papier erzeugt wird. Am häufigsten werden Thermodrucker und Papierrollen verwendet, die eine schwarze oder blaue Schrift erzeugen.
Daran erkennt man Thermopapier
Im Gegensatz zum Normalpapier besitzt Thermopapier eine spezielle Oberflächenbeschichtung. Diese kann sich glatt oder rau anfühlen. Ein leichter Glanz ist ebenfalls feststellbar. Anzumerken ist, dass Thermopapier nur über eine einseitige Beschichtung verfügt. Ebenfalls ist Thermopapier wesentlich dünner als Normalpapier.
Wenn man feststellen möchte, ob es sich um Thermopapier handelt, sollte man die Oberseite mit einem Fingernagel bearbeiten. Man drückt den Nagel dort hinein und zieht diesen seitlich oder nach unten. Falls auf dem Papier nun ein grauer oder schwarzer Streifen entsteht, handelt es sich eindeutig um Thermopapier. Man kann ein Stück Thermopapier auch kurz unter eine Feuerzeugflamme halten. In diesem Fall verfärbt sich der betroffene Bereich sehr schnell dunkel. Thermopapier ist folglich nicht nur druckempfindlich, sondern auch hitzeempfindlich.
Wo wird Thermopapier eingesetzt?
Am häufigsten findet man heute Thermopapier in Rollenform im Kassenbereich als Kassenbon. Aufgrund der Dünne, können auf den angebotenen Kassenrollen viele Meter untergebracht werden, sodass eine Kassenrolle nicht so häufig ausgewechselt werden muss.
Ebenso wurde in der Vergangenheit Thermopapier für die ersten Telefaxgeräte verwendet. Auch diese arbeiteten mit einem Thermodruckkopf. Hier standen sogar Thermorollen in DIN-A4-Breite zur Auswahl. Da die legendären Thermo-Faxgeräte heute kaum noch eingesetzt werden, haben diese Thermorollen auch eine wirkliche Bedeutung mehr. Moderne Multifunktionsdrucker mit Faxoption drucken Faxnachrichten direkt mit Tinte oder Toner aufs Papier.
Nachteile von Thermopapier
Thermopapier ist sowohl temperaturempfindlich als auch lichtempfindlich. Man sollte die Rollen daher nicht unbedingt einer höheren Sonneneinstrahlung aussetzen. Bei längerer Sonneneinstrahlung kann die Oberflächenbeschichtung zerstört werden. Ein weiterer Nachteil ist, dass Thermopapier über längere Zeit durch alltägliche Umwelteinwirkungen verblasst. Daher sollte man wichtige Kassenbons zusätzlich mit einem herkömmlichen Drucker kopieren.
Einfache Kassenbons halten nicht wirklich länger als ein Jahr. Dies sollte man für Steuererklärungen im Hinterkopf behalten. Das Verblassen geschieht aber auch, wenn man Kassenbons aus Thermopapier längere Zeit in einem Leder-Portemonnaie aufbewahrt. Hier reagiert das Papier mit den Gerbstoffen des Leders, sodass wieder eine Art von Zersetzung der Oberfläche einhergeht. Schließlich sollte man bedenken, dass viele Thermo-Kassenbons als Entwickler die giftigen Stoffe Bisphenol A beziehungsweise Bisphenol S enthalten. Diese gelten als gesundheitsschädlich.
Hier findet man unsere Kassenrollen
Für den Thermodirektdruck und weitere Druckverfahren
Hier findet man geeignetes Druckerzubehör:
- Druckerpapier
- Druckerpatronen
- Druckköpfe
- Etiketten
- Farbbänder
- Fixiereinheiten
- Schriftbänder
- Thermorollen
- Tintentanks
- Toner
- Transfereinheiten
- Trommeln
