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Wie kann man Fotos unter Windows 11 ausdrucken?

Obwohl die überwiegende Anzahl der Ausdrucke aus Dokumenten besteht, möchten viele vielleicht auch ihre Fotos in brillanter Qualität auf dem eigenen Drucker ausdrucken. Hier im Ratgeber soll darauf eingegangen werden, wie man Fotos unter Windows 11 ausdrucken kann.

Vorbereiten des Fotos

Um Fotos in guter Qualität unter Windows 11 ausdrucken zu können, sollte man auf eine ausreichende Auflösung achten. Folgende Punkte sind dabei zu berücksichtigen:

  • Man öffnet das gewünschte Foto im bevorzugten Bildbetrachter (z. B. Fotos, Paint, oder einem Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop / Lightroom)
  • Ebenso prüft man die Auflösung
  • Für gute Fotoausdrucke sollte das Foto mindestens 300 DPI auf der gewünschten Ausgabengröße haben. (Beispiel: für 10×15 cm / 4×6" benötigt man ca. 1200×1800 Pixel)
  • Man schneidet das Bild auf das passende Seitenverhältnis zu (z. B. 3:2 für 10×15 cm) und entfernt störende Ränder
  • Dann korrigiert man bei Bedarf Helligkeit, Kontrast, Schärfe und Farbton in der Bildbearbeitung oder verwendet eine Auto-Korrektur
  • Zuletzt speichert man das Bild im hochwertigen Format (z. B. JPEG mit hoher Qualität oder TIFF), idealerweise unter neuem Dateinamen, damit das Original erhalten bleibt

Drucker vorbereiten und prüfen

Beim Drucker beachtet man die nachfolgenden Punkte:

  • Man stellt sicher, dass der Drucker eingeschaltet und mit dem PC verbunden ist (USB oder WLAN)
  • Dann überprüft man in den „Einstellungen → Bluetooth & Geräte → Drucker & Scanner“, ob der richtige Drucker installiert und als Standarddrucker gesetzt ist (optional)
  • Man füllt das richtige Fotopapier in die Papierzufuhr (z. B. 10×15 cm / A4), achtet auf die bedruckbare Seite und wählt das passende Papierfach
  • Man kontrolliert die Tinten- / Tonerstände (Drucker-Display oder Druckersoftware) und ersetzt leere Patronen vor dem Fotoausdruck, falls nötig
  • Ebenso stellt man sicher, dass der Druckertreiber aktuell ist (Herstellerseite) — bei Fotodrucken verbessert ein herstellerspezifischer Treiber oft die Qualität

Einfacher Weg: Drucken über den Windows Explorer (Schnelldruck)

Besonders schnell kann man über den Explorer drucken:

  • Hierzu öffnet man den Ordner mit dem Foto im Datei-Explorer
  • Dann markiert man ein oder mehrere Fotos, macht einen Rechtsklick und wählt die Option „Drucken“
  • Im Dialog „Bilder drucken“ wählt man zunächst den Drucker (oben)
  • Das Papierformat (z. B. 10×15 cm, A4)
  • Die Druckqualität (wenn verfügbar: Hoch / Foto)
  • Die Anordnung (1 Bild pro Seite, mehrere Bilder pro Seite)
  • Randlos (falls unterstützt und gewünscht)
  • Danach klickt man auf „Drucken“, nachdem man die Vorschau kontrolliert hat


Hinweis: Dieser Weg ist schnell, bietet aber eine eingeschränkte Farb- und Qualitätskontrolle.

Empfohlener Weg: Drucken über die Foto-App (mehr Kontrolle)

Wesentlich effizienter ist das Drucken über eine Foto-App:

  • Man öffnet das Bild mit der Foto-App (Doppelklick oder Rechtsklick → Öffnen mit → Fotos)
  • Dann klickt man auf die drei Punkte (…) oder die Menüleiste und wählt „Drucken“
  • Im Druckdialog wählt man den entsprechenden Drucker
  • Jetzt wieder die Papiergröße (z. B. 10×15 cm / 13×18 cm / A4)
  • Die Druckqualität oder „Beste Fotoqualität“, falls vorhanden
  • Randlos drucken, falls verfügbar und gewünscht
  • Die Ausrichtung (Hoch- oder Querformat) und Skalierung (An Seitengröße anpassen / Vollbild / Zuschneiden)
  • Man klickt auf die „Druckereigenschaften“ für erweiterte Einstellungen
  • Dort wählt man die Papierart (Fotopapier glänzend / matt)
  • Man wählt den Druckmodus (Fotodruck / Bestmögliche Qualität)
  • Je nach Bedarf aktiviert oder deaktiviert man das Farbmanagement
  • Man überprüft die Druckvorschau und klickt auf „Drucken“

Fortgeschritten: bessere Farb- und Qualitätskontrolle (ICC-Profile & DPI)

Profis gehen folgendermaßen vor:

  • Man nutzt ein Bildbearbeitungsprogramm (z. B. Photoshop, Lightroom) für präzise Einstellungen
  • Dann stellt man das Farbprofil auf sRGB oder auf das ICC-Profil des Papiers / Druckers ein (Hersteller stellt ICC-Profiles bereit)
  • Man skaliert das Bild auf die exakten Pixelmaße für die Zielgröße bei 300 DPI
  • Nun wählt man beim Drucken in den Druckereinstellungen „Farbmanagement durch Anwendung“ (z. B. Photoshop) oder „Drucker verwaltet Farben“ — nicht beide gleichzeitig
  • Zuletzt druckt man eine Testseite auf Normalpapier, um Skalierung und Beschnitt zu überprüfen, bevor man teures Fotopapier verwendet

Mehrere Fotos auf einer Seite / Kontaktbogen

Für diese Vorgehensweise öffnet man die Fotos im Explorer, Rechtsklick → Drucken, und wählt im Layout mehrere Bilder pro Seite (z. B. 2×3, Kontaktbogen). Als Alternative benutzt man die Foto-App / Bildbearbeitungssoftware, um eine Collage oder ein Mehrfachlayout zu erstellen und dann zu drucken.

Randloser Druck und Beschnitt beachten

In diesem Fall geht man wie folgt vor:

  • Man wählt randlos nur, wenn Drucker und Papier das unterstützen; sonst werden weiße Ränder bleiben
  • Dann lässt man in der Bildbearbeitung etwas Beschnittzugabe (ca. 3–5 mm), da randloser Druck oft leicht zuschneidet
  • Schließlich kontrolliert man in der Vorschau, ob wichtige Bildbereiche nicht abgeschnitten werden

Druck von mehreren Fotos oder Serienaufnahmen

Für den Druck mehrerer Fotos erstellt man eine Druckwarteschlange: „mehrere Bilder markieren → Rechtsklick → Drucken“, oder in Fotos-App nacheinander auf Drucken klicken. Man verwendet beim Serien- oder Eventdruck ein Batch-Profil (z. B. 10×15 cm, Fotoqualität, randlos), damit alle Bilder einheitlich ausgegeben werden.

Fehlerbehebung & Qualitätsprobleme

  • Farben stimmen nicht: Man prüft die Farbprofil-Einstellung (Anwendung vs. Drucker), verwendet ICC-Profile des Papiers, kalibriert den Monitor
  • Druck ist zu dunkel / hell: Man reduziert / erhöht die Helligkeit in der Bildbearbeitung oder passt die Druckerdichte in den Eigenschaften an
  • Streifen oder fehlende Farben: Man führt eine Druckkopfreinigung durch (Druckersoftware) — aber nicht zu oft, da eine Reinigung Tinte verbraucht
  • Beschnitt / Skalierung passt nicht: Man überprüft das Seitenverhältnis und wählt „An Seite anpassen“ oder „Zuschneiden“, je nach Wunsch
  • Patronen leer: Man ersetzt leere Patrone(n) und testet mit einer Testseite
  • Randlos nicht möglich: Man prüft, ob Drucker und Papierformat randlos unterstützen; ansonsten wählt man Standardränder

Praktische Tipps / Empfehlungen

Diese praktischen Tipps sollte man beachten:

  • Man druckt zuerst eine Schnellprobe auf normalem Papier, bevor man teures Fotopapier benutzt
  • Dann speichert man ein oder zwei Druckprofile (z. B. „10×15 Hochglanz randlos“) in den Druckereinstellungen für wiederkehrende Aufgaben
  • Ebenso verwendet man herstellerspezifische Fotopapier-Profile (ICC), wenn sehr genaue Farben wichtig sind
  • Man beschriftet Fotopapierpackungen mit Datum / Größe, damit man beim nächsten Druck sofort die richtige Auswahl trifft
  • Schließlich erwägt man für professionelle Ausdrucke ein Fotolabor oder einen externen Dienstleister, falls der Heimausdruck nicht die gewünschte Qualität erreicht

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