Die meisten Drucker verwenden Druckerpapier in der Standardstärke 80 g/m². Darüber hinaus können viele Drucker auch stärkere Papiersorten problemlos verarbeiten. Aufpassen muss man lediglich, dass jedes zu bedruckende Blatt auch ordnungsgemäß über die Papiereinzugsrollen in das Druckwerk gezogen werden kann.
Es gibt aber auch sogenanntes Dünndruckpapier. Um was es sich hierbei handelt, soll der nachfolgende Ratgeber zeigen.
Was ist eigentlich Dünndruckpapier?
Dünndruckpapier wurde erstmals zum Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt. Es wird umgangssprachlich auch als Bibeldruckpapier bezeichnet. Grund hierfür ist, dass mit diesem Papier Bibeln gedruckt werden. Es besteht Hadern und Zellstoff. Unter Hadern versteht man Stofffetzen aus Leinen, Baumwolle oder Hanf, die zusammen Pflanzenfasern (Zellstoff) zur Papierherstellung genutzt werden.
Im Gegensatz zu Standardpapier ist Dünndruckpapier wesentlich leichter. Dennoch ist dieses Papier lichtundurchlässig und wiegt zwischen 25 und 60 g/m². Aus diesem Grund erreichen umfangreiche Druckergebnisse ein wesentlich leichteres Gewicht. Wird zum Beispiel ein Buch mit Dünndruckpapier gedruckt, ist dieses um mindestens die Hälfte leichter, als wenn dieses mit Standardpapier gedruckt würde.
Kann man Dünndruckpapier bedrucken?
Möchte man Dünndruckpapier bedrucken, sollte man vornehmlich einen Laserdrucker einsetzen. Dabei ist jedoch auf eine hohe Qualität dieses Bibelpapiers zu achten. Gegen die Hitzeentwicklung der Fixiereinheit ist Dünndruckpapier relativ resistent.
Man kann Dünndruckpapier aber auch mit einem Tintenstrahldrucker bedrucken. Hierbei jedoch darauf zu achten, dass nicht allzu viel Tinte aufgebracht wird. Fotos und große Farbflächen sollte man vermeiden, da sich hierbei das dünne Papier wellen kann. Ebenfalls wird bei Tintenstrahldrucker lediglich eine Druckauflösung von etwa 720 dpi empfohlen. Fatal wäre es, wenn durch zu viel Tinte diese auf der Rückseite des Blattes austritt. Nadeldrucker können nur bedingt Dünndruckpapier bedrucken. Hier besteht die Gefahr des Durchschlagens.
Wenn man Dünndruckpapier mit einem Drucker bedrucken möchte, sollte man vorab überprüfen, ob diese Papierstärke überhaupt vom Drucker verarbeitet werden kann. Es kann durchaus vorkommen, dass die Papiereinzugsrollen das Papier nicht richtig transportieren oder vielleicht sogar beschädigen.
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