Unter einem Mesh-WLAN versteht man ein System aus mehreren WLAN-Geräten, die alle so zusammenarbeiten, dass ein einziges und lückenloses WLAN-Netzwerk geschaffen wird. Vorteilhaft ist, dass die WLAN-Geräte dabei immer mit dem stärksten Signal verbunden werden.
Anstelle eines einzigen WLAN-Routers mit begrenzter Reichweite verwendet man noch weitere Knoten, wie zum Beispiel Access Points oder WLAN-Repeater. Auf diese Weise bleibt die WLAN-Geschwindigkeit immer hoch. Hier im Ratgeber soll darauf eingegangen werden, wie man mit einem Drucker zuverlässig in einem solchen Mesh-WLAN drucken kann.
Grundlegende Voraussetzungen prüfen
Im ersten Schritt stellt man sicher, dass alle Geräte korrekt vorbereitet sind:
- Man überprüft, ob der Drucker WLAN-fähig ist
- Dann stellt man sicher, dass Computer, Smartphone oder Tablet ebenfalls mit dem Mesh-WLAN verbunden sind
- Danach kontrolliert man, dass alle Mesh-Knoten (Repeater, Satelliten) aktiv sind und ordnungsgemäß funktionieren
Alle Geräte müssen sich im gleichen lokalen Netzwerk (Subnetz) befinden.
Einheitliche WLAN-SSID im Mesh verwenden
Es ist wichtig, eine einheitliche WLAN-SSID im Mesh zu verwenden. Dazu überprüft man die WLAN-Einstellungen:
- Man stellt sicher, dass das Mesh-System eine einheitliche WLAN-SSID (Netzwerkname) für alle Knoten verwendet
- Ebenfalls vermeidet man getrennte SSIDs für 2,4 GHz und 5 GHz, sofern möglich
Dies ist wichtig, damit sich Drucker und Endgeräte gegenseitig finden können.
Drucker mit dem richtigen WLAN verbinden
Nun verbindet man den Drucker gezielt mit dem WLAN:
- Man öffnet das „Netzwerk- oder WLAN-Menü“ am Drucker
- Danach wählt man das Mesh-WLAN aus
- Hierzu gibt man das WLAN-Kennwort ein
- Anschließend wartet man, bis der Drucker die Verbindung bestätigt
Falls möglich, verbindet man den Drucker über das 2,4-GHz-Band, da viele Drucker dort stabiler arbeiten.
Feste IP-Adresse oder DHCP-Reservierung einrichten
Um Verbindungsprobleme zu vermeiden, richtet man eine feste Adresse ein:
- Man meldet sich an der „Router- oder Mesh-Verwaltungsoberfläche“ an
- Nun sucht man den Drucker in der „Geräte- oder Netzwerkübersicht“
- Man vergibt eine „feste IP-Adresse“ oder richtet eine „DHCP-Reservierung“ ein
So bleibt der Drucker dauerhaft unter derselben Adresse erreichbar. Eine DHCP-Reservierung ist übrigens eine Einstellung am Router, die einem bestimmten Gerät (z. B. Drucker, Server, Spielekonsole) immer die gleiche IP-Adresse zuweist, obwohl es sich dynamisch eine holt. Sie kombiniert die Einfachheit von DHCP mit der Beständigkeit einer festen IP-Adresse, da der DHCP-Server die Adresse anhand der MAC-Adresse des Geräts reserviert. Dies ist nützlich, um Port-Weiterleitungen einzurichten, Geräte leicht zu verwalten und sicherzustellen, dass sie immer erreichbar sind, ohne manuelle Konfiguration am Gerät selbst.
Drucker auf dem Computer hinzufügen
Nun richtet man den Drucker auf dem Endgerät ein:
- Man öffnet die „Einstellungen“ des Betriebssystems
- Danach wechselt man zu „Drucker und Scanner“
- Jetzt klickt man auf „Drucker hinzufügen“
- Wird der Drucker nicht automatisch gefunden, fügt man ihn „manuell über IP-Adresse“ hinzu
- Man wählt den passenden Treiber aus oder lässt ihn automatisch installieren
Mesh-spezifische Einstellungen überprüfen
Jetzt überprüft man spezielle Mesh-Optionen:
- Man deaktiviert „AP-Isolation, Client-Isolation oder Gastnetzwerke“, falls diese aktiv sind
- Dabei stellt man sicher, dass Drucker nicht im Gastnetz eingebunden sind
- Bei FRITZ! Mesh überprüft man, dass „WLAN-Geräte dürfen untereinander kommunizieren“ aktiviert ist
Diese Einstellungen sind entscheidend für die Erreichbarkeit des Druckers. Eine AP-Isolation (Access Point Isolation), auch Client-Isolation genannt, ist eine Sicherheitsfunktion in WLAN-Routern, die verhindert, dass Geräte, die mit demselben WLAN verbunden sind, direkt miteinander kommunizieren können, was die Sicherheit erhöht, besonders in öffentlichen Hotspots oder Gastnetzwerken, aber die Funktionalität von Netzwerkgeräten einschränken kann.
Drucker möglichst stationär platzieren
Zur Stabilisierung der Verbindung achtet man auf die Platzierung:
- Man stellt den Drucker nah an einem Mesh-Knoten auf
- Ebenso vermeidet man häufige Standortwechsel
- Damit verhindert man, dass der Drucker ständig zwischen Mesh-Knoten wechselt („Roaming“)
Ein stabiler Verbindungspunkt erhöht die Zuverlässigkeit deutlich.
Testdruck durchführen
Zum Abschluss überprüft man die Funktion:
- Zunächst startet man einen Testdruck aus den Druckereinstellungen
- Dann prüft man, ob der Druckauftrag ohne Verzögerung ausgeführt wird
- Zuletzt testet man das Drucken von mehreren Geräten im Netzwerk
Fazit:
Hat man alle Schritte korrekt ausgeführt, ist der Drucker stabil im Mesh-WLAN eingebunden. Alle Geräte im Netzwerk können nun zuverlässig drucken, unabhängig davon, mit welchem Mesh-Knoten sie verbunden sind.
Weiterführende Ratgeber
Hier findet man weitere hilfreiche Themen:
- Druckerarten Übersicht
- Druckerprobleme beheben
- Drucker hat angehalten
- Drucker ist im Status "offline"
- Drucker druckt nicht mehr
- Drucker pausiert
- Drucker zieht das Papier nicht ein
- Papierstau beheben
- Drucker wird nicht erkannt
- Testseite drucken
- Drucker kalibrieren
- Druckerpatrone ist leer
- Toner ist leer
