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Wie viele Drucker gibt es in Deutschland?

In Deutschland ist der Druckermarkt vielfältig und gut etabliert. Im Jahr 2023 wurden laut dem Erhebungsportal Statista etwa 2,8 Millionen Drucker, Scanner und Multifunktionsgeräte an Endverbraucher verkauft. Der Trend zeigt jedoch im Vergleich zu den letzten Jahren eine gleichbleibende oder nur minimal steigende Tendenz. Dies ist auf die stärkere Digitalisierung und die längeren Nutzungszyklen der bestehenden Geräte zurückzuführen.

2024 wurden 2,9 Millionen Geräte in Deutschland verkauft. Für das Jahr 2025 rechnet man mit einem Umsatz von 488 Millionen Euro im Drucker- und Kopierermarkt. Im Durchschnitt kommt also ein Gerät auf 25 Menschen – oder anders gesagt: etwa 4 Geräte pro 100 Einwohner.

Um welche Druckerarten handelt es sich hier in Deutschland?

Neben der Anzahl der verkauften Geräte muss man auch die unterschiedlichen Druckerarten unterscheiden.

Multifunktionsdrucker (MFP)

Multifunktionsdrucker, die Funktionen wie Drucken, Scannen, Kopieren und teilweise Faxen kombinieren, sind in Deutschland besonders beliebt. Im Jahr 2023 nutzten rund 43 Millionen Menschen in Deutschland solche Geräte (Quelle: Geschäftswelt heute, Statista). MFPs machen einen geschätzten Anteil von 65 bis 70 % am Verkauf aus. Diese Drucker sind nicht nur in gewerblichen Büros angesiedelt, sondern auch in den meisten Haushalten und im Home-Office.

Reine Tintenstrahldrucker

Tintenstrahldrucker sind aufgrund ihrer Fähigkeit, sowohl Textdokumente als auch hochwertige Farbausdrucke zu erstellen, weit verbreitet. Sie sind besonders bei Privatanwendern und kleinen Unternehmen beliebt, die regelmäßig Grafiken oder Fotos drucken (Quelle: Geschäftswelt heute, Marketing-Börse). Die reinen Tintenstrahldrucker machen einen geschätzten Anteil von 15 bis 20 % am Verkauf aus. Sie eignen sich für die gelegentliche Nutzung und für den Fotodruck.

Laserdrucker

Laserdrucker sind für ihre hohe Druckgeschwindigkeit und Langlebigkeit bekannt. Sie eignen sich besonders für Büros mit hohem Druckvolumen. Farblaserdrucker sind mittlerweile auch für den Privatgebrauch erschwinglich geworden (Quelle: Geschäftswelt heute, verbaende.com). Laserdrucker (Monochrom-, Farb- und Multifunktionslaserdrucker) machen heute einen geschätzten Anteil von 10 bis 15 % am Markt aus. Bei diesen Geräten hat im Vergleich zu den Vorjahren ein höherer Preisverfall stattgefunden. Dies liegt daran, dass viele Nutzer von Laserdruckern auf Tintenstrahldruckern umgestiegen sind. Aber auch die Folgekosten, wie Bildtrommel, Fixiereinheit etc. sind nicht zu unterschätzten.

Nicht unerwähnt bleiben soll, dass durch Tintentankdrucker die Druckreichweite der ergiebigen Tonerkartuschen nicht mehr alleine ausschlaggebend sind.

Thermo- und andere Spezialdrucker

Thermodrucker, einschließlich Thermodirekt-, Thermotransfer- und Thermosublimationsdrucker, werden häufig für spezielle Anwendungen wie den Druck von Kassenbons, Etiketten oder hochwertigen Fotos verwendet. Zu den Spezialdruckern zählen unter anderem Etikettendrucker, Fotodrucker und Großformatdrucker. Diese werden in spezifischen Branchen wie dem Einzelhandel, der Werbebranche oder in Architekturbüros eingesetzt (Quelle: Geschäftswelt heute). Diese besonderen Drucker machen einen geschätzten Anteil von knapp 5 % am Markt aus. Es sind Druckern, die von den Kunden nur für einen bestimmten Zweck benötigt werden.

Nadeldrucker

Obwohl sie als veraltet gelten, werden Nadeldrucker aufgrund ihrer Fähigkeit, Durchschläge zu erstellen, immer noch in bestimmten Bereichen wie Arztpraxen oder Banken eingesetzt. Nadeldrucker machen einen geschätzten Anteil von knapp 1 % am Markt aus. Es handelt sich hierbei um reine Nischenlösungen.

Wie sehen die Markttrends aus?

Besonders populär sind die Tintenstrahl-Multifunktionsgeräte. Dabei sind die Zahlen der MFPs mit Tintenpatronen leicht rückläufig, da die Kunden und Kundinnen immer häufiger zu den Tintentankdruckern greifen. Diese sind jedoch weitaus teurer als die Modelle mit Tintenpatronen. Tintenstrahl-MFPs sind jedoch die bevorzugte Wahl bei Haushalten.

Eine gute Alternative sind Farblaserdrucker, die immer günstiger angeboten und daher nicht nur in Betrieben, sondern auch daheim eingesetzt werden. Leider eignen sich Farblaserdrucker weniger für den Fotodruck. Tonerkartuschen sorgen für eine hohe Druckreichweite. Jedoch muss man mit Folgekosten für die Verschleißteile rechnen. Wer viel Text in gestochen scharfer Qualität drucken muss, ist mit einem Laserdrucker gut beraten.

Thermodrucker erleben einen Aufschwung. Sie werden jedoch vornehmlich in der Logistikbranche wegen des florierenden Onlinehandels eingesetzt. Beispielsweise lassen sich damit Versandetiketten bequem und schnell drucken. Experten sehen den Druckerverkauf stagnierend. Dagegen steigt der Umsatz mit Verbrauchsmaterialien, wie Tinte oder Toner.

Welche Druckermarken werden in Deutschland am häufigsten verkauft?

In Deutschland dominieren einige etablierte Marken den Druckermarkt. Die Marktanteile variieren je nach Segment und Quelle. Laut einer Analyse von IDC lag HP im Jahr 2023 mit einem Marktanteil von 33,6 % an der Spitze des deutschen Druckermarkts. Andere Quellen geben an, dass HP einen Marktanteil von 47 % hält, gefolgt von Epson mit 18 % und Canon mit 15 % (Quelle: WLL.news, industry-press.com).
In Bezug auf die Anzahl der Nutzer ist HP ebenfalls führend. Im Jahr 2023 nutzten etwa 15,8 Millionen Personen in Deutschland HP-Drucker. Auf dem sechsten Platz lag Lexmark mit rund 991.910 Nutzern (Quelle: Statista).

Bei der Kundenzufriedenheit zeigt sich ein differenziertes Bild. Laut einer Studie von connect aus dem Jahr 2024 belegte Lexmark den ersten Platz in der Gesamtwertung mit 124 Punkten (Note 1,8), gefolgt von Brother und Kyocera. HP erreichte den letzten Platz in dieser Bewertung, obwohl es in der Kategorie App Verbesserungen zeigte (Quelle: connect-living.de, Connect). Grund hierfür ist, dass HP schon mehrfach versucht hat, Drittanbieter von Tinte und Toner durch Funktionseinschränkungen auszuschließen.

Insgesamt bleibt HP in Deutschland sowohl in Bezug auf Marktanteil als auch Nutzerzahlen führend, während andere Marken wie Epson, Canon, Brother und Lexmark ebenfalls bedeutende Rollen spielen (Quelle: WLL.news).

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