Hinter der Abkürzung VPN verbirgt sich die Bezeichnung für „Virtual Private Network“, also ein virtuelles, privates Netzwerk, welches mehr Sicherheit und Datenschutz verspricht. Viele Rechner surfen zum Beispiel mithilfe von VPN sicher im Internet. Hier im Ratgeber soll kurz darauf eingegangen werden, was man unternehmen muss, wenn der Drucker nicht über VPN erreichbar ist.
VPN-Verbindung grundsätzlich überprüfen
Zunächst stellt man sicher, dass die VPN-Verbindung aktiv und stabil ist. Dabei prüft man, ob der VPN-Client erfolgreich verbunden ist und keine Fehlermeldungen anzeigt. Anschließend testet man, ob andere Ressourcen im Firmennetz (z. B. Server oder interne Webseiten) erreichbar sind. Ist dies nicht der Fall, liegt das Problem wahrscheinlich an der VPN-Verbindung selbst und nicht am Drucker.
IP-Adresse des Druckers kontrollieren
Jetzt überprüft man, welche IP-Adresse der Drucker im lokalen Netzwerk hat. Dazu schaut man entweder direkt im Display des Druckers nach oder im Router bzw. im Druckerverwaltungsmenü. Man stellt sicher, dass diese IP-Adresse korrekt ist und sich seit der letzten Einrichtung nicht geändert hat.
Erreichbarkeit per Ping testen
Man öffnet die Eingabeaufforderung bzw. das Terminal und führt einen Ping auf die IP-Adresse des Druckers aus. Hierbei geht man beispielsweise wie folgt vor: ping 192.168.1.50 Erhält man keine Antwort, deutet dies auf ein Netzwerk- oder Routing-Problem hin. Erhält man eine Antwort, ist der Drucker grundsätzlich über das Netzwerk erreichbar.
VPN-Routing prüfen
In diesem Fall überprüft man, ob das VPN so konfiguriert ist, dass der Netzwerkbereich des Druckers erreichbar ist. Dabei achtet man darauf, ob das entfernte Druckernetz (z. B. 192.168.1.0/24) im VPN-Routing enthalten ist. Fehlt diese Route, kann der Drucker über VPN nicht angesprochen werden.
Firewall-Einstellungen kontrollieren
Man prüft, ob eine Firewall auf dem Client, im Firmennetz oder auf dem VPN-Gateway den Zugriff blockiert. Dabei stellt man sicher, dass die typischen Druckerports freigegeben sind, z. B.:
- TCP 9100 (RAW-Druck)
- TCP 515 (LPR/LPD)
- TCP 631 (IPP)
Gegebenenfalls passt man die Firewall-Regeln entsprechend an.
Druckeranschluss im Betriebssystem prüfen
Man öffnet die Druckereinstellungen des Betriebssystems und überprüft den eingerichteten Druckeranschluss. Dabei kontrolliert man, ob die hinterlegte IP-Adresse mit der tatsächlichen IP des Druckers übereinstimmt. Falls nötig, legt man den Druckeranschluss neu als Standard-TCP/IP-Port an.
DNS-Namensauflösung testen (falls verwendet)
Verwendet man einen Druckernamen statt einer IP-Adresse, prüft man die Namensauflösung. Man testet, ob der Druckername über VPN korrekt aufgelöst wird. Schlägt dies fehl, trägt man testweise direkt die IP-Adresse des Druckers ein.
Druckertreiber überprüfen
Man stellt sicher, dass der richtige und aktuelle Druckertreiber installiert ist. Bei Problemen aktualisiert oder installiert man den Treiber neu, um Kompatibilitätsfehler auszuschließen.
Testdruck durchführen
Nach jeder Anpassung führt man einen Testdruck aus. So kann man feststellen, ob die Änderung erfolgreich war oder ob weitere Schritte notwendig sind.
Netzwerkadministrator oder IT-Support einbeziehen
Falls der Drucker weiterhin nicht erreichbar ist, informiert man den zuständigen Netzwerkadministrator. Man beschreibt dabei genau, welche Schritte bereits durchgeführt wurden und welche Fehlermeldungen auftreten. So kann gezielt geprüft werden, ob VPN-Regeln, Firewalls oder Netzwerksegmente angepasst werden müssen.
Weiterführende Hilfestellungen
- Anleitung: Drucker installieren
- Anleitung: Drucker deinstallieren
- Hilfe beim Drucker einrichten
- Hilfe bei Druckerproblemen
- Standarddrucker einrichten
- WLAN Drucker einrichten
- Drucker mit Laptop verbinden
- Drucker mit Smartphone verbinden
- Drucker mit Tablet verbinden
- Drucker mit Fritz!Box verbinden
- Druckerpatronen auf Rechnung
- Toner auf Rechnung
