Mittlerweile ist es möglich, Faxe auf einfache Weise per E-Mail zu versenden. Wie man dabei vorgeht, soll der nachfolgende Ratgeber zeigen.
Grundprinzip (kurz)
Man erstellt eine E-Mail an eine spezielle E-Mail-Adresse des Fax-Anbieters, die aus der Faxnummer des Empfängers und der Domain des Anbieters besteht (z. B. „0049123456789@anbieter.de“ oder „49123456789@faxdienst.com“ — das Format hängt vom Anbieter ab). Dann hängt man das zu sendende Dokument als Anhang an (PDF, TIFF o.ä.). Der Dienst wandelt die E-Mail / Anhänge in ein Fax um und überträgt es an die Fax-Leitung des Empfängers.
Vorbereitungen
Zu Beginn muss man sich entscheiden, welche Lösung man nutzt:
- Ein Online-Faxdienst mit E-Mail-zu-Fax-Funktion (häufigste Variante)
- Eine firmeninterne E-Mail-zu-Fax-Gateway-Lösung (bei größeren Unternehmen)
- Ein Faxgerät / Multifunktionsgerät mit E-Mail-Integration (wenn der Anbieter E-Mail-to-Fax unterstützt)
Man registriert sich beim gewählten Faxdienst und notiert die spezifische Sende-Adresse bzw. das erforderliche Format (meist in der Hilfe / FAQ des Dienstes beschrieben). Nun überprüft man, welche Dateitypen und maximale Dateigröße der Anbieter akzeptiert (üblich: PDF, TIFF; Max. 5–25 MB je nach Dienst). Man scannt oder erzeugt das Dokument in guter Qualität (als PDF) und stellt sicher, dass Seitenreihenfolge, Orientierung (Hoch-/Querformat) und Lesbarkeit stimmen.
Faxnummer korrekt formatieren
Man muss die Faxnummer richtig formatieren:
- Man verwendet für Auslandssendungen die internationale Schreibweise ohne führende „+“ oder „00“ — das hängt vom Dienst ab, also immer die Anleitung des Anbieters prüfen
- Es gibt bestimmte Regeln
- Ländervorwahl voran (z. B. Deutschland = 49)
- Keine Klammern, Leerzeichen, Bindestriche oder führende 0 der Ortsnetzkennzahl
- Beispiel (Deutschland, Berliner Nummer 030 123456): 4930123456 oder 004930123456 — je nach Anbieter
- Man liest die Dokumentation des Dienstes, welches Format (mit/ohne Ländervorwahl, mit „@faxanbieter“) erwartet wird
E-Mail erstellen — Schritt für Schritt
So erstellt man eine E-Mail für eine Faxnachricht:
- Man öffnet das E-Mail-Programm (z. B. Outlook, Gmail)
- Unter der Option „An“ trägt man die Sendeadresse des Faxdienstes ein — zusammengesetzt aus der Faxnummer des Empfängers und der Domain des Anbieters (z. B. 4930123456@faxanbieter.example)
- Unter „Betreff“ schreibt man, falls gewünscht, einen Betreff, der oft als Deckblatt / Betreff im Fax erscheint. Viele Dienste verwenden den E-Mail-Betreff als Text auf dem Deckblatt
- Unter „E-Mail-Text“ schreibt man eine kurze Nachricht, die als Deckblatttext (Cover Page) benutzt werden kann. Manche Dienste ignorieren den E-Mail-Body, andere übernehmen ihn vollständig. Falls eine Deckseite erwünscht ist, empfiehlt es sich, die wichtigsten Informationen in den E-Mail-Text zu schreiben (Absendername, Empfänger, Grund des Faxes)
- Unter „Anhänge“ hängt man das/die Dokument(e) in der unterstützten Dateiform an. Reihenfolge beachten: Manche Dienste schicken Anhänge in der Reihenfolge, wie sie angehängt wurden
- Man fasst mehrere Seiten in einem einzigen PDF zusammen, wenn alle Seiten zusammengeschickt werden sollen
- Es gibt noch zusätzliche Optionen
- Manche Dienste akzeptieren besondere Header / Parameter (z. B. faxpages=2) oder spezielle Empfängerformate für Priorität / Codec — nur verwenden, wenn dokumentiert
- Unter „Absenden“ sendet man die E-Mail ab
Bestätigung und Nachverfolgung
In aller Regel wartet man auf die Sende-Bestätigung vom Faxdienst per E-Mail (erfolgreich / fehlgeschlagen). Danach prüft man eingehende Bestätigungs-E-Mails (evtl. Spam-Ordner). Die Bestätigung enthält meist Sendezeit, Empfängernummer und Status. Falls der Dienst ein Web-Portal hat, man meldet sich an und überprüft dort Sendeprotokolle und Details.
Beispiele für typische Abläufe (konkret, aber allgemein)
Folgende Beispiel sollen den Ablauf verdeutlichen:
Beispiel A (einfaches Deckblatt per E-Mail):
- An: 4930123456@meinfaxdienst.de
- Betreff: „Rechnung März 2025 — Musterfirma“
- Body: „Bitte weiterleiten an Frau Müller. Absender: Max Mustermann, Firma XY, Tel. 0123/456789.“
- Anhang: Rechnung_Maerz2025.pdf
- Absenden → Bestätigung abwarten.
Beispiel B (mehrseitiges Dokument):
Man fügt alle Seiten in einem PDF zusammen (Seiten 1–5), hängt nur diese Datei an und sendet wie oben; der Dienst wandelt das PDF in ein mehrseitiges Fax um.
Alternative Wege
Weitere Möglichkeiten bestehen in folgender Form:
Fax per E-Mail über eine Unternehmens-Gateway:
Man sendet an eine interne Adresse im Format 4930123456@company-fax.example — die firmeninterne Infrastruktur routet die E-Mail an das Faxnetz. Vorgehen ansonsten identisch.
Fax mit Multifunktionsgerät (MFP) via E-Mail:
Man legt Dokument am MFP ein, wählt „Senden als E-Mail an Faxdienst“ oder scannt zu E-Mail-Adresse 4930123456@faxservice (nur wenn das Gerät diesen Service konfiguriert hat).
Software/Apps des Anbieters:
Manche Anbieter bieten Desktop-Apps oder Mobile-Apps, mit denen man Dateien direkt an eine Faxnummer senden kann; die E-Mail-Methode bleibt aber analog.
Häufige Fehler & Troubleshooting
Bei möglichen Fehlern kann man wie folgt vorgehen:
Kein Bestätigungs-E-Mail:
- Man prüft den Spam-Ordner
- Man kontrolliert, ob die E-Mail korrekt zugestellt wurde (Sendebericht im Mail-Client)
Fax kommt beim Empfänger nicht an:
- Man prüft das Nummernformat (Ländervorwahl, keine führende 0)
- Man kontaktiert den Faxdienst-Support mit Sendeprotokoll/ID
Anhänge werden nicht konvertiert / ungültiges Format:
- Man wandelt die Datei in PDF / TIFF um (PDF ist am zuverlässigsten)
- Man reduziert die Dateigröße, falls Limit überschritten
Schlechte Lesbarkeit beim Empfänger:
- Man erhöht die Scan-Auflösung (300 dpi für Text ist üblich)
- Man verwendet Schwarzweiß-PDFs statt Farbbilder, falls Kompatibilitätsprobleme bestehen
Seitenreihenfolge falsch:
Man überprüft die Reihenfolge im PDF vor dem Senden oder hängt Einzeldokumente in richtiger Reihenfolge an.
Sicherheit & Datenschutz
Bei einer Faxübersendung sollte man auch den Datenschutz überwachen:
- Man wählt einen seriösen Anbieter mit Verschlüsselung (TLS) beim E-Mail-Transport und sicheren Übertragungswegen
- Ebenso vermeidet man das Versenden sensibler personenbezogener Daten, wenn der Dienst keine End-to-End-Verschlüsselung garantiert
- Man nutzt bei Bedarf passwortgeschützte PDFs und informiert den Empfänger separat über das Passwort (nicht im selben Fax / derselben E-Mail)
- Schließlich prüft man die Datenschutz- / Aufbewahrungsrichtlinien des Anbieters (z. B. Speicherfristen, Zugriff durch Dritte) — relevant speziell bei personenbezogenen Daten (DSGVO)
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