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Wie kann man Banner und überlange Formate drucken?

Die meisten Drucker im heimischen Bereich können bis zum Format DIN A4 drucken. Interessant wird es, wenn man zum Beispiel für eine Feier ein großes Banner drucken möchte. Überlange Formate müssen dabei erst für einen mehrteiligen Druck aufbereitet werden, obwohl es mittlerweile auch hierfür Spezialprogramme gibt. Wie man Banner und überlange Formate drucken kann, soll hier im Ratgeber beschrieben werden.

Anforderungen klären

Zunächst legt man fest, wofür das Banner verwendet wird. Dabei bestimmt man:

  • die Endgröße (Breite und Länge)
  • den Einsatzort (innen oder außen)
  • die gewünschte Haltbarkeit (kurzfristig oder langfristig)
  • die Befestigungsart (Ösen, Hohlsaum, Keder, Kleben)


Diese Punkte beeinflussen Material, Druckverfahren und Weiterverarbeitung.

Geeignetes Druckmaterial auswählen

Anschließend wählt man ein Material, das für überlange Formate geeignet ist. Üblich sind:

  • PVC-Banner (Frontlit) für robuste Außenanwendungen
  • Mesh-Banner für winddurchlässige Banner
  • Textilbanner für leichte, faltbare Anwendungen im Innenbereich
  • Papierrollen für kurzfristige Werbezwecke


Man achtet darauf, dass das Material von der Rolle verarbeitet werden kann, da Bogenformate für Überlängen ungeeignet sind.

Passendes Druckverfahren bestimmen

Danach entscheidet man sich für ein Rollendruckverfahren, da nur diese überlange Formate ermöglichen. Gängig sind:

  • Inkjet-Großformatdruck (LFP)
  • Latex-Druck für geruchsarme, sofort trockene Ergebnisse
  • Eco-Solvent- oder Solvent-Druck für hohe Wetterbeständigkeit
  • Sublimationsdruck für Textilien


Man stellt sicher, dass der Drucker eine ausreichende maximale Druckbreite und theoretisch unbegrenzte Länge unterstützt.

Druckdaten korrekt anlegen

Vor dem Drucken bereitet man die Druckdatei sorgfältig vor:

  • Man legt das Dokument im Endformat an
  • Danach wählt man eine ausreichende Auflösung (meist 100–150 dpi im Maßstab 1:1)
  • Man nutzt den CMYK-Farbraum
  • Ebenso fügt man bei Bedarf Beschnittzugaben hinzu
  • Man berücksichtigt Bereiche für Ösen, Säume oder Keder


Bei sehr langen Bannern arbeitet man häufig mit Maßstab (z. B. 1:10), sofern der Druckdienstleister dies erlaubt.

Drucker und Material vorbereiten

Nun richtet man den Drucker ein:

  • Man spannt das Rollenmaterial gerade und faltenfrei ein
  • Danach kontrolliert man die Materialspannung und den Vorschub
  • Ebenso wählt man das passende Druckprofil für Material und Tinte
  • Man führt gegebenenfalls einen Testdruck durch


Gerade bei Überlängen ist ein sauberer Materiallauf entscheidend, um Verzerrungen zu vermeiden.

Banner drucken

Jetzt startet man den eigentlichen Druck:

  • Man überwacht den Druckverlauf regelmäßig
  • Dann achtet man auf gleichmäßige Farben, saubere Kanten und korrekten Vorschub
  • Nun lässt man das Banner nach dem Druck vollständig trocknen bzw. ausgasen, je nach Tintenart


Bei sehr langen Bannern plant man ausreichend Platz ein, damit das Material frei auslaufen kann.

Weiterverarbeitung durchführen

Nach dem Drucken bearbeitet man das Banner weiter:

  • Man schneidet es auf das exakte Endmaß
  • Danach schweißt oder näht man Säume, um die Stabilität zu erhöhen
  • Man setzt Ösen oder fertigt Hohlsäume/Keder an
  • Abschließend prüft man die Kanten auf Haltbarkeit


Diese Schritte sind besonders wichtig, da überlange Banner hohen mechanischen Belastungen ausgesetzt sind.

Qualitätskontrolle und Verpackung

Zum Schluss kontrolliert man das fertige Banner:

  • Man prüft Druckqualität, Farben und Maße
  • Nun kontrolliert man die Befestigungselemente
  • Anschließend rollt man das Banner locker und knickfrei auf
  • Abschließend verpackt man es transportsicher, idealerweise in einer Schutzhülle

Banner für den Hausgebrauch mit normalem Drucker drucken

Man kann ein Banner natürlich auch mit einem A4/A3-Tintenstrahldrucker oder Laserdrucker drucken.

Möglichkeiten und Grenzen klären

Zunächst stellt man fest, dass ein normaler Drucker keine Banner in einem Stück drucken kann. Man entscheidet sich daher dafür, das Banner aus mehreren einzelnen Seiten zusammenzusetzen. Hierbei ist zu berücksichtigen:

  • das maximale Papierformat des Druckers (z. B. A4 oder A3)
  • die spätere Zusammenklebung oder Montage
  • den Verwendungszweck (meist Innenbereich)

Geeignetes Papier auswählen

Anschließend wählt man ein passendes Papier:

  • Normales Kopierpapier für kurzfristige Banner
  • stärkeres Papier (120–160 g/m²) für mehr Stabilität
  • Fotopapier für besonders hochwertige Ausdrucke


Man achtet darauf, dass das Papier druckertauglich ist (Inkjet oder Laser).

Druckdatei vorbereiten

Danach erstellt man die Druckdatei am Computer:

  • Man legt das Banner im Endformat an (z. B. 120 × 40 cm)
  • Dann nutzt man ein Layout- oder Grafikprogramm (z. B. Word, PowerPoint, InDesign, Canva)
  • Man platziert Texte und Bilder mit ausreichend Rand, damit nichts abgeschnitten wird
  • Danach wählt man eine ausreichend große Schrift, da das Banner meist aus der Distanz gelesen wird

Poster- oder Kachel-Druck einstellen

Nun richtet man den Druck so ein, dass das Banner auf mehrere Seiten aufgeteilt wird:

  • Man öffnet die Druckeinstellungen des Programms oder Druckertreibers
  • Nun wählt man die Funktion „Poster“, „Kacheln“ oder „Mehrseitendruck“
  • Ebenso legt man fest, wie viele Seiten das Banner umfassen soll
  • Man aktiviert bei Bedarf Überlappungen, um das spätere Zusammenkleben zu erleichtern


Vor dem endgültigen Druck empfiehlt man einen Testdruck.

Bannerseiten drucken

Jetzt druckt man alle Seiten:

  • Man kontrolliert, ob alle Seiten vollständig und in der richtigen Reihenfolge gedruckt werden
  • Man lässt die Ausdrucke bei Tintenstrahldruck vollständig trocknen, um Verschmieren zu vermeiden


​Man achtet darauf, dass alle Seiten mit denselben Druckeinstellungen erstellt werden.

Seiten zuschneiden

Nach dem Drucken bereitet man die Seiten für die Montage vor:

  • Man schneidet weiße Ränder mit Schere oder Schneidemesser ab
  • Dann lässt man an einer Seite einen kleinen Rand stehen, falls Überlappungen vorgesehen sind


Sauberes Zuschneiden ist wichtig für ein gleichmäßiges Gesamtbild.

Banner zusammensetzen

Nun setzt man das Banner zusammen:

  • Man legt die Seiten auf einer ebenen Fläche aus
  • Nun richtet man sie exakt aneinander aus
  • Danach klebt man die Seiten mit Klebestift, doppelseitigem Klebeband oder transparentem Klebeband zusammen
  • Alternativ kann man die Seiten auf eine Trägerfläche (Pappe, Plakatkarton, Wand) aufkleben

Banner mit einem Nadeldrucker und Endlospapier drucken

Auch wenn Nadeldrucker im heimischen Bereich aus der Mode gekommen sind, kann man damit einfache Banner drucken.

Voraussetzungen prüfen

Zunächst stellt man sicher, dass ein Nadeldrucker mit Traktorvorschub zur Verfügung steht. Man überprüft:

  • ob der Drucker Endlospapier verarbeiten kann
  • welche maximale Papierbreite unterstützt wird
  • ob das Farbband funktionsfähig ist


Man plant den Einsatz vor allem für lange Textbanner oder einfache Grafiken.

Endlospapier auswählen

Anschließend wählt man geeignetes Endlospapier:

  • Einlagiges Endlospapier für einfache Banner
  • Mehrlagiges Endlospapier nur, wenn Durchschläge benötigt werden
  • Papier mit seitlichen Lochrändern für den Traktorvorschub


Man achtet darauf, dass das Papier sauber, trocken und nicht gewellt ist.

Drucker vorbereiten

Nun richtet man den Nadeldrucker ein:

  • Man öffnet den Traktorvorschub
  • Danach legt man das Endlospapier mit den Lochrändern auf die Traktorrollen
  • Man richtet das Papier gerade aus, damit es nicht schief eingezogen wird
  • Ebenso schließt man die Papierführung und spannt das Papier leicht


Danach stellt man den Startpunkt (Top of Form) korrekt ein.

Druckereinstellungen vornehmen

Als Nächstes konfiguriert man die Druckeinstellungen:

  • Man wählt im Treiber „Endlospapier oder Traktorpapier“ aus
  • Dann stellt man die Seitenlänge passend zur Bannerhöhe ein
  • Ebenso deaktiviert man automatische Seitenumbrüche
  • Danach wählt man eine geeignete Schriftgröße, oft deutlich größer als bei normalen Ausdrucken


​Bei Bedarf nutzt man Querformat, um breitere Banner zu drucken.

Endlospapier trennen

Nach dem Drucken bearbeitet man das Banner:

  • Hierzu trennt man das Papier an den Perforationen
  • Man reißt die seitlichen Lochränder sauber ab
  • Dann glättet man das Banner gegebenenfalls mit einem Gewicht

Weitere hilfreiche Themen

 

Tags: Ratgeber, Drucker
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