Besitzer von Tintenstrahldruckern sind immer auf der Suche nach günstigen Verbrauchsmaterialien, insbesondere günstiger Tinte. Bezogen auf den Milliliter-Preis gehört Druckertinte tatsächlich zu den teuersten Flüssigkeiten. Es lohnt sich daher, den Tintenverbrauch zu senken. Wie dies funktioniert, soll im nachfolgenden Ratgeber gezeigt werden.
Die Druckereinstellungen anpassen
Den Tintenverbrauch kann man senken, indem man die Druckereinstellungen genau anpasst:
- Man öffnet die Druckereigenschaften vor dem Druckauftrag
- Dann wählt man „Entwurfs- / Schnelldruck“ oder „Draft“ statt „Normal / High Quality“
- Warum: Draft reduziert die Tintenmenge deutlich, für Entwurfs- oder interne Ausdrucke reicht die Qualität meist aus
- Man stellt „Graustufen / Schwarzweiß“ ein statt Farbe. Dabei achtet man darauf, dass der Drucker echtes Schwarz (Black cartridge) verwendet und nicht Schwarz aus Cyan / Magenta / Yellow mischt.
- Warum: Farbmischungen verbrauchen viel mehr Tinte; echtes Schwarz ist sparsamer
- Man reduziert bei Bedarf die Druckdichte um 10–20 %
- Warum: Leichter reduzierte Dichte ist bei Text kaum sichtbar, spart aber Tinte
Layout und Dokumentgestaltung optimieren
Schon beim Erstellen eines Dokuments kann man später Tinte sparen:
- Man wählt eine sparsame Schriftart (z. B. Garamond, Calibri, oder eine „Ecofont“-Variante) und vermeidet sehr fetten Schriftsatz
- Warum: Schmalere oder ökonomische Schriften benötigen weniger Tinte pro Zeichen
- Man reduziert die Schriftgröße um 1 Punkt (z. B. von 12pt auf 11pt), wenn es noch lesbar bleibt
- Warum: Kleinere Schrift bedeutet weniger bedruckte Fläche
- Ebenso verwendet man einzeilige / komfortable, aber nicht übergroße Zeilenabstände (z. B. 1.0–1.15 statt 1.5)
- Man verkleinert die Seitenränder moderat (z. B. von 2,5 cm auf 1,8 – 2 cm), falls das Layout es erlaubt
- Warum: Mehr Text pro Seite → weniger Seiten → weniger Druckertinte
- Man deaktiviert Hintergrundbilder, Wasserzeichen und unnötige Grafiken oder ersetzt sie durch niedrig aufgelöste Varianten
- Man nutzt Seiten pro Blatt / N-up (z. B. 2-up oder 4-up) für Notizen / Entwürfe
- Warum: Mehr Seiten auf einem Blatt spart Papier und Tinte
Dateivorbereitung und Vorschau
Vorteilhaft ist es, wenn man die Druckvorschau nutzt und leere Seiten bzw. unnötige Anhänge entfernt. Ebenso kann man, wenn möglich, die Datei in eine PDF konvertieren und optimieren (Bilder komprimieren, nicht druckrelevante Elemente entfernen). Warum: Optimierte Dateien enthalten weniger große Bilder/Grafiken, die viel Tinte kosten.
Smarte Druckgewohnheiten
Hierfür geht man wie folgt vor:
- Man druckt nur das Nötigste — E-Mails, Webseiten oder Dokumente vorab prüfen und selektiv drucken
- Mehrere Druckaufträge sammelt man und druckt sie in einem Batch statt häufig kleiner Einzelaufträge
- Warum: Häufige Einzelaufträge können Reinigungszyklen auslösen und damit Tinte verbrauchen
- Man benutzt „Vorschau & Auswahldruck“ (z. B. nur Seite 3–5) statt das ganze Dokument zu drucken
- Ebenso bevorzugt man digitales Lesen / Markieren (Notizen in PDF) statt Ausdrucke, wann immer möglich
Papierwahl beachten
Man verwendet für Entwürfe einfaches, günstiges Papier; für finale Dokumente normales Druckerpapier. Warum: Spezielles Fotopapier kann Tinte stärker aufnehmen und so mehr Verbrauch erzeugen; bei Entwürfen ist das unnötig.
Patronen- und Druckerwahl / Verbrauchsmanagement
Natürlich kann man auch bei der Auswahl der Druckerpatronen den späteren Verbrauch senken:
- Man stellt auf Hochkapazitäts- / XL-Kartuschen um (sofern verfügbar)
- Warum: XL-Patronen haben einen geringeren Preis pro gedruckter Seite und ein seltenerer Wechsel reduziert den Leerlauf
- Man prüft Kompatibilität und Kosten: Originalpatronen vs. Nachbau — qualitativ gute Nachfüll- / Kompatible Patronen können Kosten senken, aber man wägt Haltbarkeit und Druckkopfschutz ab
- Zusätzlich erwägt man bei sehr hohem Druckvolumen den Umstieg auf Tintentankdrucker
- Warum: Tintentankdrucker erreichen einen günstigeren Seitenpreis, zumal Flaschentinte insgesamt günstiger ist als Tintenpatronen
Anzumerken ist, dass kompatible Tintenpatronen nicht unbedingt schlechter sein müssen als Originale. Hier bei FairToner kann man zum Beispiel hochwertige, kompatible Tinten für nahezu jeden Tintenstrahldrucker zu günstigen Preisen bestellen. Teilweise besitzen die kompatiblen Modelle sogar ein höheres Füllvolumen als die Originale der Druckerhersteller.
Technische Einstellungen & Wartung
Nicht unerwähnt bleiben soll, dass man durch eine geschickte, technische Einstellung am Drucker ebenfalls Tinte sparen kann: Man deaktiviert automatische „Reinigungszyklen“, falls der Drucker dies erlaubt, und führt sie nur bei tatsächlichen Druckproblemen durch
- Warum: Jeder Reinigungszyklus verbraucht Tinte
- Dann führt man regelmäßige, geplante Ausdrucke durch (z. B. einmal wöchentlich eine Seite), um ein Austrocknen der Düsen zu verhindern — aber nicht häufige kleine Testdrucke
- Warum: Längeres Nichtbenutzen kann Düsen verstopfen und spätere Reinigungen nötig machen
- Man aktualisiert Druckertreiber und Firmware; manche Treiber bieten sparsame Profile an
- Ebenso benutzt man die Druckersoftware, um „nur Schwarz“ (nicht Photoblack) oder „Sparmodus“ zu wählen, falls vorhanden
Umgang mit Patronen
Auf den richtigen Umgang mit Tintenpatronen kommt es an:
- Man lagert neue Patronen kühl und dunkel nach Herstellerangaben
- Bei Gebrauch schüttelt man kompatible / gebrauchte Patronen nur, wenn der Hersteller es empfiehlt; sonst vermeiden
- Man liest die Füllstände mit Vorsicht: oft kann man noch weiterdrucken, bis der Ausdruck merklich blass wird. Testseiten helfen bei der Entscheidung
Software- und Workflow-Optimierungen
- Man nutzt gewisse Browser- oder Office-Druckoptionen „Hintergrundgrafiken entfernen“ und „Text-Only“ für einfache Auszüge
- Druckprofile richtet man (z. B. „Entwurf“, „Schwarzweiß“, „Notizen“) als Standard für bestimmte Dokumenttypen ein
- Man verwendet Tools, die Webseiten für den Druck vereinfachen (Lesemodus, Artikel-Druck), statt ganze Seiten zu drucken
Langfristige Änderungen & Verhalten
Um Tinte zu sparen, kann man noch folgende Punkte bedenken:
- Man analysiert den Druckbedarf: Wer druckt wie viel? Für hohe Nutzerzahlen: Regeln, Kostenstelle-Tracking oder Druckquoten einführen
- Man bildet Mitarbeiter / Haushaltsmitglieder darauf ein, sparsam zu drucken (Checkliste oder kurze Anleitung)
- Ebenso erwägt man wirtschaftliche Maßnahmen wie „Druckserver mit Duplexzwang“ (beidseitiges Drucken erzwingen) in Firmenumgebungen
- Warum: Organisatorische Änderungen sparen dauerhaft mehr als einzelne Einstellungen
Kurze Prioritätsliste — was man zuerst testet
- Druckmodus auf Entwurf + Graustufen mit schwarzer Patrone
- Mehrere Seiten pro Blatt (2-up / 4-up) für interne Ausdrucke
- Schriftart / Größe anpassen (z. B. 12 → 11 pt, Eco-Schriften ausprobieren)
- Auf XL-Patronen wechseln oder Tintentankdrucker wählen bei hohem Volumen
- Druckgewohnheiten ändern (nur notwendiges drucken, Batch-Druck)
Fazit: Man kann Tinte sparen
Unter Berücksichtigung der vorgenannten Punkte ist es durchaus möglich, den Tintenverbrauch von Tintenstrahldruckern zu senken. Diese Maßnahmen helfen in erster Linie für die traditionellen Tintenstrahler, welche Kombi- oder Single-Ink-Tintenpatronen verwenden. Eine Ausnahme stellen die modernen Tintentankdrucker dar, welche mit verhältnismäßig preisgünstiger Flaschentinte versorgt werden. Hier reicht bei normalem Druckvolumen eine Tintenflasche durchaus ein Jahr oder länger aus.
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