Recyclingpapier und Naturpapier besitzen meist eine rauere Oberfläche und eine höhere Saugfähigkeit als gestrichenes Standardpapier. Dadurch kann es zu blassen Farben, verlaufener Tinte oder unscharfen Konturen kommen.
Um dennoch ein gutes Druckbild zu erreichen, passt man sowohl das Papierhandhabung als auch die Druckereinstellungen gezielt an. Hierauf soll im nachfolgenden Ratgeber eingegangen werden.
Geeignetes Papier auswählen
Zunächst achtet man auf die Auswahl des passenden Papiers:
- Man wählt Papier mit einer für den Druck geeigneten Grammatur (z. B. 80–100 g/m² oder höher)
- Danach überprüft man, ob das Papier für Laserdrucker oder Tintenstrahldrucker geeignet ist
- Man lagert das Papier trocken und geschützt vor Feuchtigkeit
- Letztlich legt man das Papier erst kurz vor dem Drucken ein, damit es sich nicht wellt
Durch stabiles, trockenes Papier verhindert man ungleichmäßige Farbaufnahme.
Passende Druckereinstellungen vornehmen
Anschließend passt man die Druckoptionen an:
- Man öffnet den Druckdialog des Druckers
- Danach stellt man als Papiertyp „Recyclingpapier“, „Naturpapier“ oder „Mattpapier“ ein (falls vorhanden)
- Jetzt wählt man eine höhere Druckqualität oder die Option „Fein“
- Man reduziert bei Bedarf die Druckgeschwindigkeit, wenn der Drucker dies zulässt
- Abschließend bestätigt man die Einstellungen
So passt der Drucker Farbauftrag und Temperatur an die Papierstruktur an.
Farbauftrag optimieren
Falls das Druckbild noch nicht zufriedenstellend ist, verändert man die Farb- bzw. Tintenmenge:
- Man öffnet die erweiterten Druckeinstellungen
- Danach erhöht man leicht die Farbintensität oder Sättigung bei blassem Ausdruck
- Nun verringert man den Farbauftrag, wenn die Tinte verläuft oder durchscheint
- Zuletzt führt man Testdrucke durch, bis ein gutes Ergebnis erreicht wird
Dadurch gleicht man die hohe Saugfähigkeit des Papiers aus.
Drucker warten und reinigen
Eine gute Druckqualität hängt auch vom Zustand des Geräts ab:
- Man führt eine Düsenprüfung oder Druckkopfreinigung durch (bei Tintenstrahldruckern)
- Ebenso überprüft man Toner und Trommel (bei Laserdruckern)
- Man reinigt Einzugsrollen und Papierpfad
- Bei Bedarf ersetzt man Verbrauchsmaterial
Ein sauberer Drucker sorgt für gleichmäßige Farbverteilung. Originale Tintenpatronen oder Tonerkartuschen beziehungsweise kompatible Ausführungen gibt es bei Bedarf hier bei FairToner zu günstigen Preisen.
Layout und Dokumentgestaltung anpassen
Auch das Dokument selbst kann man optimieren:
- Man verwendet klare, gut lesbare Schriftarten
- Zusätzlich vermeidet man sehr feine Linien oder kleine Schriftgrößen
- Dann reduziert man großflächige Farbflächen, die auf saugendem Papier fleckig wirken können
- Man nutzt gegebenenfalls Graustufen statt Vollfarbe
Eine angepasste Gestaltung verbessert das Druckbild sichtbar.
Welche Drucker eignen sich für Recyclingpapier?
Recyclingpapier selbst bestimmt nicht den Drucker, sondern die Drucktechnologie. Gutes Recyclingpapier eignet sich in der Regel für Laser- und Tintenstrahldrucker. Besonders Laserdrucker funktionieren zuverlässig auch mit weniger hochwertigem Papier und Recyclingpapier. Das heißt: Beide Druckertypen sind möglich — aber je nach Nutzung gibt es bessere Optionen.
Geeignete Druckerarten für Recyclingpapier
Hier muss man zwischen den verschiedenen Druckerarten unterscheiden.
Laserdrucker (sehr geeignet für Text und große Mengen)
Sie funktionieren gut mit einfachem oder Recyclingpapier. Zudem liefern sie scharfe Textdrucke und sind robust bei hohem Druckvolumen. Das liegt daran, dass Toner auf der Papieroberfläche haftet und nicht einzieht. Hierzu gehören beispielsweise:
Diese Geräte stehen stellvertretend für typische Laser-Modelle für Zuhause oder Büro. Sie eignen sich besonders, wenn man viele Textdokumente auf Recyclingpapier druckt.
Tintenstrahldrucker (geeignet für Fotos / Grafiken)
Diese Drucker sind grundsätzlich kompatibel mit Recyclingpapier. Sie erreichen eine sehr gute Farb- und Fotodruckqualität. Allerdings muss man differenzieren. Brillante Fotodruckqualität ist auf ungestrichenem Recyclingpapier physikalisch nicht erreichbar. Da die Tinte mangels Beschichtung tief in die Fasern einzieht, kommt es zum Tonwertzuwachs (Dot Gain). Die Farben wirken stumpf und verlieren stark an Kontrast. Echte Fotos gelingen nur auf beschichtetem Fotopapier. Hierzu gehören zum Beispiel:
Zusätzlich werden moderne Tintentank-Modelle (z. B. EcoTank-Serie) häufig empfohlen, weil sie effizient und langlebig sind.
Recyclingpapier kann meist mit beiden Druckerarten verwendet werden
Laserdrucker sind besonders unempfindlich gegenüber Papierqualität und daher oft die beste Wahl für viele Ausdrucke. Tintenstrahldrucker funktionieren ebenfalls, liefern aber vor allem Vorteile bei Farbdruck und Fotos. Die konkrete Gerätewahl hängt von Druckmenge und Einsatzzweck ab. Man verbessert die Druckqualität auf Recycling- und Naturpapier, indem man:
- geeignetes Papier auswählt und richtig lagert
- passende Druckereinstellungen festlegt
- Farbauftrag und Qualität anpasst
- den Drucker regelmäßig wartet
- das Dokument druckgerecht gestaltet
Durch diese Maßnahmen kann man trotz anspruchsvoller Papieroberfläche ein klares und gleichmäßiges Druckergebnis erzielen.
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